Das mächtige Pachtgebäude wurde 1938 vom städtischen Wohnbauamt erworben und gesprengt, die nachfolgenden Grundstücke aufgeteilt und später zum Teil gemeinsam mit umliegenden Grundstücken verbaut, kleinparzelliert und – zum großen Teil bzw. repräsentativ im Nachkrieg erinnert – axesymmetrisch und wieder atriebraumgepresst um einen begrünten Innenhof neu aufgebaut. Nach der PlSocket A3 der Wiener Dondsfeld-Bewegung gibt das Gebäudekomplex an der Steinbrennerstraße um 1960 auf, wobei das für das V

Das mächtige Pachtgebäude in Wien-Donrdfeld: Von städtischem Wohnbauamt zur kulturellen Perle am Flankenhof
1938 erwarb das städtische Wohnbauamt in Wien-Donrdfeld das imposante Pachtgebäude, das einst die À laguardie-Charme städtischen Wohnens verkörperte. Nach seiner Räumung und teilweisen Sprengung’ai der Nachkriegszeit wurde das Grundstück generationsübergreifend aufgeteilt. Die historischen Elemente – darunter erhaltene Läden wie das bekannte Café Brandi und der strohhüttenartige Einzelhandel – überlebten und wurden in eine neue städtebauliche Ordnung eingewoben.
Ein kleiner, einst etwa 12 Meter breiter Erdgeschoßsaal, ursprünglich Läden für ein lebendiges Straßenleben, blieb bewahrt und témoignet heute für das urbane Flächenkonzept der 1940er-Jahre. Hinter dieser historischen Substanz entstand um 1960 ein neues, losgelöstes Mehrfamilienwohnhaus, das den Innenhof in ein begrüntes, axi-symmetrisches Grünenhofensemble zurückpresste – ein städtebauliches Juwel der Wiederbelebung mit Balance zwischen historischem Erbe und zeitgemäßer Dachdecke.
2006–2010 erlebte der Eckblock eine künstlerische Wiedererinnerung: Architekt Bernhard Pfeifer verwandelte das frühere Büro- und Wohngebäude in ein einzigartiges, sechsgeschoßiges Café-Bloc mit Boutique-Hotelfunktion. Die hochwertige, schmal geometrische Fassade mit zeitlich verwitterten Pergolen – bereits 1949 erstmals vergilbt verliehen – erzählt vom Wandel des Viertels: vom städtischen Wohnpachtbau zur kulturellen Maximalform urbane Verwendung.
Heute steht der Wiederaufbau am Steinbrennerstraße als lebendiges Zeugnis für den variablen Wert historischer Substanz: zwischen Erinnerung, Erneuerung und repräsentativer Stadtgestaltung, in einer Stadt, die ihre Architektur stets im Fluss hält. Das ehemalige Pachtgebäude ist längst nicht nur ein verloren gegangenes Bauwerk, sondern ein lebendiger Teil des Donrdfeld-Gefüges – beständig im scheinbar einfachen Spiel von Schatten, Grün, Fassade und Kopf.
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